Deutscher Gewerkschaftsbund

AusbilderIn

DeinE AusbilderIn muss die für den Ausbildungsberuf erforderliche Qualifikation haben, zum Beispiel eine Abschlussprüfung in einer entsprechenden Fachrichtung und ausreichend Berufserfahrung. Bis zur Aussetzung der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) im August 2003 mussten Ausbilder auch berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse nachweisen (Lehrgang und Prüfung). Laut einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung hat die Aussetzung zu einem Qualitätsverlust in der beruflichen Ausbildung geführt. Daher wurde die AEVO seid dem 1. August 2009 wieder eingeführt. Die Folgen der Aussetzung haben aber gezeigt, welche hohe Bedeutung eine gute Qualifizierung der AusbilderInnen hat.

Die neue Ausbildereignungsverordnung gilt für AusbilderInnen in allen Ausbildungsbereichen außer den 41 zulassungspflichtigen Handwerksberufen (hier ist der Meisterbrief Voraussetzung zum Ausbilden) und in den freien Berufen. AusbilderInnen, die ab dem 1. August 2009 neu ausbilden wollen, müssen in einer Prüfung ihre Eignung in sieben Handlungsfeldern nachweisen. Die AEVO-Prüfung besteht aus einem schriftlichen (3 Stunden) und einem praktischen Teil (30 Minuten). Für alle AusbilderInnen, die zwischen 2003 und 2009 bereits ausgebildet haben gibt es Befreiungsvorschriften - sie müssen laut § 7 Ausbilder-Eignungsverordnung auch in Zukunft kein AEVO-Prüfungszeugnis vorlegen, wenn sie ohne Beanstandung ausgebildet haben.

Gesetzliche Grundlage:
  • Persönliche Eignung: § 29 BBiG, §§ 21ff HwO, § 25 JArbSchG
  • Fachliche Eignung: § 30 BBiG, §§ 22b HwO

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