Deutscher Gewerkschaftsbund

Kündigung wegen Burnout

Hallo Dr Azubi, ich schreibe Ihnen weil Hilfe brauche. Ich möchte zuerst sagen dass ich Italienerin bin und dass nur Level B1 in Deutsch habe, deswegen ich möchte gerne fragen ob mit mir ein bisschen leichter sprechen können.
Ich bin in der erste Lehrjahr in Ausbildung und am Anfang war echt alles schön, mit meine Leiterin war allrs super und ich war stolz auf mich. Mit dem zeit aber etwas ist geändert: Personal fehlt und alle die Personen dass bei uns Arbeiten kündigen sich weil bessere jobs gefunden haben oder weil zu viel arbeit dort gibt.
Dann ist angefangen diese Zeit.. in dem meine Leiterin (sie sagt dass die Chefin ist aber ist nicht so) hat mir immer in der arbeitsplan eingetragen, sehr oft von montag bis sonntag ohne Tag frei. Dann ich wollte einfach mit ihr darüber sprechen und Sie jedes mal sagte zu mir: " ich bin der Chefin und ich mache 65 stunden und ich beschwere mich nicht und du beschwert dich, du bist die einzige da dass sich beschwert" .
Klar dass manchmal kann passieren dass ich mehr arbeiten mehr muss... aber sie ist so Klug dass einfach meine 40 Stunden mache in der ganze Woche und trozdem keine Tag frei bekomme.
Dann wenn ich mich beschwert habe, sie hat mir angefangen schlecht zu behandeln. Meine Arbeit, obwohl sehr schnell, sehr sauber und ordentlich war einfach nicht gut für sie, und jedes mal sie nennt andere Kolleginnen vor mir und sie schimpft mich vor. Dann Sie gib zu mir der Schould wenn andere Kolleginnen fehler machen. ( Müll nicht getrennt oder hat vergessen etwas in dem ofen und sie hat mir gesagt dass wenn ich laufe aufpassen soll ob etwas in dem ofen ist!!!!!!)
Dann immer die Leiterin , leider immer da, sagt zu mir Schneller Schneller Schneller obwohl EXTREME schneller war und für mich war normal 10 Sekunden ein kund bedienen.
Sie guck mich an und sie spricht über mich mit die andere kolleginen. Und sie sagt: Ja du glaubst dass die Beste bist ( also dass ich besser als alle bin) weil ich immer alle die Aufgaben erledigen wollte...
Ganz langsam habe ich Problemen bekommen... ich habe immer diese Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Übelkeit und wenn ich denke dass nochmal zu arbeit gehen muss , ich habe nur Bock zu weinen und verschwunden.
Dr azubi ich bin jetzt seit 6 Wochen und 2 Tagen Krank. Ich habe mit meine vertrauliche arzt gesprochen und sie wollte dass ich bei Landrasamt und Amt mich beraten lasse.
Ich bin bei Arbeitsagentur gegangen und sie haben mir gesagt dass ich mich kündigen soll mit eine arzt Attest wo geschrieben ist dass besser für meine Gesundheit ist , der Arbeit zu aufhören.
Dann ich war bei Landrasamt und sie haben mir der Formular für Arbeitslosengeld 2 beantragen aber sie haben mir nicht gesagt , wie soll ich mich kündigen ohne eine Sperre zu bekommen.
Meine Hausarzt wollte dass ich mich kündigen kann weil sie gesehen hat dass mir geht nicht gut geht.
Meine frage ist ob sie mir bitte helfen können. Was Soll ich in der Kündigung schreiben und wie lange soll der Frist sein?
Ich muss nochmal zum meine Hausarzt gehen und nochmal Krank schreiben lassen weil ich echt nicht schaffen kann , zu arbeit nochmal zu gehen, jetzt dass mir ein bisschen besser geht.
Ich wünsche ihnen ein schönen Tag

Dalila: 13.06.2017 09:42:27 |
  • RE: Kündigung wegen Burnout

    Liebe Dalila,

    vielen Dank für deine Frage. Gerne möchte ich dir weiterhelfen.

    Es ist nicht in Ordnung wie deine Anleiterin dich behandelt. Sie muss dich eigentlich vor Überstunden schützen und du sollst nur 40 Stunden in der Woche arbeiten. Wenn du einmal mehr arbeitest, dann sind das Überstunden. Für diese musst du dann an einem anderen Tag frei bekommen.

    Sie darf dich auch nicht schlecht behandeln und dich fertigmachen. Du bist ja noch in der Ausbildung um etwas zu lernen. Da ist es normal, dass Arbeitsabläufe auch mal länger dauern.

    Es ist gut, dass du auf deinen Körper gehört hast und dich krankgeschrieben hast. Daher hast du dich vollkommen korrekt verhalten, indem du dich erst einmal um deine Gesundheit kümmerst.

    Vielleicht gibt es in deinem Betrieb noch eine Lösung und unter Umständen hast du auch die Möglichkeit in eine andere Abteilung/Filiale versetzt zu werden. In diesem Fall müsstest du mit deinem Betrieb noch einmal Kontakt aufnehmen und am besten mit deinem Chef oder deiner Chefin sprechen und die Situation genau erklären.

    Davor würde ich dir dringend raten, eine Beratungsstelle für Mobbingopfer aufzusuchen und dich dort beraten zu lassen. Solltest du weitergehende Hilfe in Anspruch nehmen wollen, gibt es eine Übersicht für Mobbingberatungsstellen unter folgendem Link: http:/​/​www.work-watch.de/​2012/​10/​hilfestellung-bei-mobbing

    Ich kann aber auch sehr gut verstehen, dass du am liebsten deinen Betrieb überhaupt nicht mehr aufsuchen. Wenn du die Ausbildung als Fachverkäuferin noch weiterfortsetzen möchtest, dann kannst du dir eine neue Ausbildungsstelle suchen und deinen Ausbildungsplatz wechseln.

    Deine Chancen einen Betrieb finden, sind größer, wenn du noch eine Ausbildungsstelle hast. Daher kann es sinnvoll sein, wenn du erst in deinem Betrieb kündigst, wenn du eine neue Stelle hast.
    Ausbildungsplätze, die sofort zu besetzen sind, findest du unter www.arbeitsagentur.de oder www.meinestadt.de oder www.ihk.de. Schau auch in der Zeitung und in den Stellenportalen im Internet nach oder frag im Bekanntenkreis.

    Wenn ein wichtiger Grund vorliegt, dann kannst du unter Umständen außerordentlich und fristlos kündigen. Fristlos bedeutet: Du kannst sofort gehen, nachdem du die Kündigung übergeben hast oder nachdem die Kündigung per Post im Betrieb angekommen ist. Wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in die Arbeit gehen kannst und ein Arzt dir das auch bestätig, dann kann das auch ein wichtiger Grund sein.

    Du musst schriftlich und unter genauer Angabe der Gründe (wer, was, wann, wo) kündigen. Sonst ist die Kündigung nicht gültig. Sie ist auch unwirksam, wenn dir der auslösende Kündigungsgrund bereits länger als zwei Wochen bekannt war.

    Eine außerordentliche Kündigung zu schreiben, ist eine Wissenschaft für sich und deshalb gibt es keine allgemeine Vorlage. Du musst in der fristlosen Kündigung schwere Vorwürfe gegen deinen Ausbildungsbetrieb erheben. Daher solltest du dir unbedingt Hilfe bei deiner Gewerkschaft holen.

    Hier ist ein Kontakt für dich:
    Gewerkschaft für Nahrung, Genuss und Gaststätten Ulm
    Weinhof 23
    89073 Ulm
    Tel.: 0731 / 371 31 0
    Fax: 0731 / 371 31 19

    region.ulm-aalen-goeppingen@ngg.net

    Da kannst du einfach anrufen, nach einem_r Jugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

    Wenn du kündigst, kann dein Betrieb leicht verärgert sein und gibt dir nicht immer freiwillig, was dir noch zusteht (Arbeitszeugnis, Arbeitspapiere, Restgehalt, Urlaubsansprüche).
    Wenn du direkt in einem neuen Betrieb anfängst, dann hast wieder bis zu 4 Monate Probezeit. Eine Sperre bei deinem Arbeitslosengeld bekommst du nur, wenn du ohne Gründe kündigst. Mit einer Bestätigung von einem Facharzt, dass du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in die Arbeit gehen kannst, solltest du keine Sperre bekommen.

    Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen! Ich wünsche dir viel Kraft, um die anstehenden Schwierigkeiten erfolgreich zu meistern!

    Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

    Liebe Grüße
    Dr. Azubi

    P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

    Dr. Azubi: 14.06.2017 09:37:33


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