Deutscher Gewerkschaftsbund

Ausbildung nicht wie erwartet

Seit dem 01.09.2017 bin ich Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten.
Jedoch gibt es immer wieder neue Probleme.
Bereits nach wenigen Monaten musste ich feststellen, dass ich mir die Ausbildung ganz anders vorgestellt hatte. Ich absolvierte bereits ein Praktikum im selben betrieb und es gefiel mir dort sehr gut.
Doch immer häufiger kommt es in der Berufsschule zu Problemen, jedoch auch im Betrieb. Ich habe nur sehr wenige Aufgaben zu erledigen und sitze deshalb oft nur meine Zeit tot.
Häufig habe ich nach dem Arbeiten schlechte Laune und werde schnell gereizt. Ebenfalls dachte ich schon oft an Selbstverletzung, da ich einfach nicht weiter weiß. Ich fühle mich im Betrieb nicht mehr wohl, weiß jedoch nicht ob ich gleich einen Abbruch der Ausbildung vornehmen soll.

Ich weiß jedoch nicht, ob es etwas bringen würde nur den Ausbildungsbetrieb zu wechseln, da die Ausbildung an sich nicht meiner Vorstellung entsprochen hat.
Alternativen habe ich bereits schon herausgesucht, jedoch habe ich Angst das diese Alternative ebenfalls nicht meinen Vorstellungen entspricht.
Ich hoffe Sie können mir ein paar Tipps zum weiteren Vorgehen geben.

Mit freundlichen Grüßen

Sarah: 12.01.2018 11:10:41 |
  • RE: Ausbildung nicht wie erwartet

    Liebe Sarah,

    vielen Dank für deine Anfrage im Forum.

    Es ist gut, dass du dir Unterstützung holst und du scheinst dir die Entscheidung nicht leicht zu machen. Ich rate dir im ersten Schritt noch einmal herauszufinden ob es an deinem Ausbildungsplatz liegt oder an dem Beruf, dass dir die Ausbildung keinen Spaß macht. Du schreibst du hast in deinem Betrieb oft nichts zu tun und lernst keine Ausbildungsinhalte. Das ist natürlich keine qualifizierte Ausbildung. Frage am besten mal bei deinen Berufsschulkolleginnen nach, wie die Ausbildung bei ihnen abläuft und schau dir auch mal deinen gültigen Ausbildungsrahmenplan an. Hier steht genau drin, welche Ausbildungsinhalte du wann erlernen musst. Daran muss sich dein Betrieb auch halten. Du schreibst es gibt in der Berufsschule Probleme? Hierzu rate ich dir dich noch mal mit deiner Beratungslehrkraft zusammenzusetzen und eine Lösung zu finden.

    Wenn für dich klar ist, dass du deine bisherige Ausbildung nicht fortsetzen möchtest, dann ist das kein Beinbruch. Du bist im ersten Lehrjahr und da ist es normal, dass man bei der ersten Berufswahl auch mal nicht das richtig trifft. Sprich doch am besten auch mal mit deinen Eltern/Freunden oder anderen vertrauten Personen über deine Situation. Du bekommst hier sicher Unterstützung.

    Es gibt auch spezielle Programme, wo du noch einmal eine Berufsvorbereitung kommst, Praktika in unterschiedlichen Bereichen machen kannst und dir somit sicherer bei der Berufswahl wirst (Berufsvorbereitungsjahr). Frage hierzu am besten mal bei deiner zuständigen Agentur für Arbeit nach. Auch hier gibt es eine Berufsberatung, die dich unterstützen kann bei der Berufswahl. Und um dir sicher zu werden, ist ein Probearbeiten oder ein kurzes Praktikum immer eine gute Möglichkeit um reinzuschnupern.

    Es ist wichtig, dass du deinen Körper ernst nimmst. Daher rate ich dir dich auch mal mit deinem Schulpsychologen zu sprechen oder dich an eine Anlaufstelle zu wenden.

    Hier ist ein Kontakt für dich:
    https:/​/​www.sorgenmail.de/​selbstverletzendes-verhalten.php

    Wenn du noch weitere Unterstützung brauchst, dann kannst du dich auch gerne an deine zuständige Gewerkschaft zu wenden.

    Hier ist ein Kontakt für dich:

    Ver.di Landesbezirks Baden-Württemberg
    Theodor-Heuss-Straße 2 / Haus 1
    70174 Stuttgart
    Tel.: 0711/88788-7
    Fax: 0711/88788-8
    E-Mail: lbz.bawue@verdi.de

    Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

    Liebe Grüße
    Dr. Azubi
    P.S.: Bitte empfehle unseren Service weiter!

    Dr. Azubi: 13.01.2018 16:30:22


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