Deutscher Gewerkschaftsbund

Berichtsheft

Hallo,

ich schreibe Ihnen, weil ich momentan am Verzweifeln bin. Ich habe in meinem Betrieb im August 2015 angefangen meine Ausbildung zu machen. Seitdem habe ich nie ein Berichtsheft geführt. Ich muss aber auch dazu sagen, dass es mir weder in der Schule erklärt wurde, noch hat sich mein damaliger Ausbilder darum gekümmert. Seit Anfang 2017 habe ich einen neuen Ausbilder und dieser möchte mein Berichtsheft sehen. Ich habe im Juni 2017 angefangen meine bisherigen Tätigkeiten, da sie sich sogar bis heute dauernd wiederholen, aufzuschreiben. Jetzt habe ich aber ziemlich viele Lücken im Heft und hab einfach keine Ahnung mehr was ich machen soll.. ich hab im Mai 2018 Prüfung.. außerdem möchte mein Ausbilder diese Woche das Heft. Ich hab aber nur 13 Berichte. Von 36.. Ich weiß nicht was ich in mein Berichtsheft reinschreiben soll, weil ich kein Thema/keine Tätigkeit finde über die ich schreiben kann.. bitte helfen sie mir...

LG Roman

Roman: 02.01.2018 10:28:45 |
  • RE: Berichtsheft

    Lieber Roman,

    vielen Dank für deine Anfrage im Forum.

    Gut, dass du dich an uns wendest und dir Unterstützung holst.
    Der Ausbilder muss sich auch darum kümmern, dass du deine schriftlichen Ausbildungsnachweise regelmäßig führst. Er muss deine Einträge kontrollieren und unterschreiben. Nach Empfehlungen des Bundesausschusses für Berufsbildung solltest du das Berichtsheft mindestens wöchentlich führen. Die Kontrolle deines Berichtsheftes durch den Betrieb, sollte mindestens monatlich erfolgen.

    In deinen schriftlichen Ausbildungsnachweisen beschreibst du kurz und knapp alle Tätigkeiten & Arbeitsabläufe, die du täglich oder wöchentlich im Betrieb ausführst. Zudem gehören auch Unterweisungen/Schulungen/Lehrgänge und Themen des Berufsschulunterrichts da hinein. Wenn du während deiner Ausbildungszeit immer wieder die gleichen Tätigkeiten gemacht hast, dann solltest du diese auch im Berichtsheft vermerken. Dein Ausbilder kann von dir nicht verlangen, dass du Sachen in dein Berichtsheft schreibst, die nicht stimmen. Ich rate dir dein Berichtsheft als Anlass dafür zu nehmen, bis zum Ende deiner Ausbildungszeit für eine gute Ausbildung zu kämpfen.

    Für jeden Beruf gibt es einen allgemeinen Ausbildungsrahmenplan, in dem genau steht, was du wann in deiner Ausbildung lernen sollst (Ausbildungsordnungen und Rahmenpläne findest du im Netz hier: http:/​/​www.bibb.de/​de/​berufesuche.php). Außerdem muss deinem Ausbildungsvertrag ein grober Ausbildungsplan angefügt werden, in dem der Verlauf deiner Ausbildung in deinem Betrieb aufgezeigt wird.
    Bitte deinen Chef um ein Gespräch und erkläre ihm ruhig und sachlich, dass du Angst hast, dein Ausbildungsziel nicht zu erreichen. Am besten nimmst du den Ausbildungsplan mit in das Gespräch. Wenn kein Ausbildungsplan erstellt wurde, solltest du verlangen, dass dies so schnell wie möglich nachgeholt wird. Nenne konkrete Inhalte, die bis jetzt fehlen und die du laut Ausbildungsrahmenplan schon können müsstest.

    Gehe positiv in das Gespräch und sage gleich zu Anfang, dass es dir nicht darum geht zu kritisieren, sondern vielmehr darum, deinen Beruf richtig zu lernen. Schalte außerdem (falls vorhanden) den Betriebsrat ein. Somit kannst du dein Berichtsheft auch noch bis zum Ende deiner Ausbildung mit Inhalten füllen.

    Wenn du noch weitere Unterstützung brauchst, dann kannst du dich auch an deine zuständige Gewerkschaft vor Ort wenden.

    Hier ist ein Kontakt für dich:
    ver.di Fulda
    Heinrichstraße 79
    36037 Fulda
    Tel.: 0661/9794-0
    Fax: 0661/9794-40
    E-Mail: bz.osthessen@verdi.de

    Da kannst du einfach anrufen, nach einem_rJugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

    Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

    Liebe Grüße

    Dr. Azubi

    P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

    Dr. Azubi: 03.01.2018 13:36:00


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